Staatliche Hilfen für Unternehmer

Zuschüsse

Für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen werden verschiedene Unterstützungsprogramme in Form von Zuschüssen angeboten. 

Soforthilfe

Um Liquiditätsengpässe nach Ausbruch der Corona-Krise zu kompensieren konnten kleine Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind schnell und unbürokratisch eine Soforthilfe beantragen. 

Letztmalige Antragstellung war am 31. Mai 2020 möglich. Dies gilt sowohl für das Soforthilfe-Programm des Bundes als auch für das Soforthilfeprogramm des Freistaates Bayern.

Überbrückungshilfe I-III

Zur Unterstützung der von Corona-bedingten Umsatzeinbußen betroffenen Unternehmen und Soloselbstständigen, hat die Bundesregierung die sogenannten Überbrückungshilfen eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss und bei der die Fixkosten anteilig erstattet werden.

 

Überbrückungshilfe I

Die erste Phase der Überbrückungshilfe konnte von Unternehmen und Soloselbstständigen für die Fördermonate Juni bis August 2020 beantragt werden.

Die Antragsfrist ist bereits am 9. Oktober 2020 abgelaufen.

Mehr dazu unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Überbrückungshilfe II

  • Knüpft an die Überbrückungshilfe I an
  • Förderhöchstbetrag von 50.000€/Monat
  • Bis zu 90% der ungedeckten Fixkosten
  • Bei Umsatzeinbruch von mind. 30% im April – August 2020
  • Fördermonate: September bis Dezember 2020
  • Antragsfrist: bereits am 31. März 2021 abgelaufen

 

Mehr dazu unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Überbrückungshilfe III

  • Förderhöchstbetrag von 1,5 Mio €/Monat
  • Bei Umsatzeinbruch von mind. 30% 
  • Fördermonate: November 2020 bis Juni 2021
  • Antragsfrist bis 31. August 2021

 

Mehr dazu unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Neustarthilfe

Die Neustarthilfe richtet sich an Soloselbständige aus allen Wirtschaftszweigen, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten und und wegen geringer Fixkosten die Überbrückungshilfe III ungünstiger ausfällt (In der Schlussabrechnung ist ein Wechsel auf Überbrückungshilfe noch möglich). Maßgeblich sind die Umsatzeinbußen im Zeitraum Januar bis Juni 2021. 

Die Förderung erfolgt in Form eines Vorschusses von bis zu 7.500 Euro, welcher in der Regel unmittelbar nach Antragstellung ausbezahlt wird. 

Der Vorschuss beträgt einmalig 50% der Hälfte des Jahresumsatzes 2019. Bei Umsatzeinbußen von über 60% im Förderzeitraum darf die Hilfe vollständig behalten werden.

Die Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

Mehr dazu unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

November- und Dezemberhilfe

Bei der November- und Dezemberhilfe handelt es sich um eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, welche parallel zur Überbrückungshilfe angeboten wird und die Folgen des Lockdown-Light ab 2. November 2020 kompensieren soll.

Beantragt werden kann diese von Unternehmen und Soloselbstständigen, wenn sie nachweisen, dass sie

  • direkt von den temporären Schließungen lt. Beschluss vom 28.10.2020 ab 02. November 2020 betroffen sind oder
  • regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen oder
  • regelmäßig mindestens 80 % ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt betroffener Unternehmen erzielen.

 

Förderhöhe: Erstattung in der Regel von bis zu 75 % des durchschnittlichen Umsatzes von November bzw. Dezember 2019

Antragsfrist bis 30. April 2021

Mehr dazu unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Härtefallhilfen

Durch die Härtefallhilfen soll eine zusätzliche Hilfe für Unternehmen entstehen, die aufgrund spezieller Fallkonstellationen keinen Zugang zu den bisherigen Hilfsprogrammen haben, deren wirtschaftliche Existenz aber infolge der Corona-Pandemie bedroht wird.

Die Berechtigung soll durch Einzelfallprüfungen und im Ermessen der Länder festgestellt werden. Welche Länder sich beteiligen und wann die Antragstellung erfolgen kann, ist aktuell noch nicht bekannt. 

Die Höhe der Unterstützungsleistung soll sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der bisherigen Unternehmenshilfen des Bundes orientieren, d. h. insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. 

Der Förderzeitraum ist der 1. März 2020 bis 30. Juni 2021.

Mehr dazu unter bmwi.de

Kredite

Kredite

Die öffentlichen Förderbanken KfW und die LfA-Förderbank Bayern haben Sonderprogramme aufgelegt, um den Zugang zu günstigen Darlehen zu erleichtern. Es können dabei Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden.

So sind u. a. die Möglichkeiten zur Haftungsfreistellung für Betriebsmittelkredite erhöht worden. Ziel dabei ist, die Bereitschaft der Hausbanken Darlehen zu vergeben hochzuhalten, selbst wenn sich die Bonitäten der Unternehmen durch die Corona-Krise verschlechtern sollten.

Die öffentlichen Förderprogramme müssen grundsätzlich über Ihre Hausbank beantragt werden. Die LfA bearbeitet keine Direktanträge.

Mehr dazu unter kfw.de

Mehr dazu unter lfa.de